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Büchse der Pandora

 

Entstehung

Nachdem die Götter die Titanen im Großen Krieg vernichtet hatten, ging es an die Ordnung der neuen Welt. Zeus sah sehr schnell, dass die bösen Kräfte, die während dieses Krieges geboren worden waren, ungezügelt jede Chance auf eine friedliche Welt zunichte machen würden. So befahl er Hephaistos, eine Behältnis zu bauen, in dem jene Übel eingeschlossen werden sollten, damit sie niemals wieder seine Herrschaft bedrohten. Die Büchse der Pandora.

Nun ließen sich solche starken dunklen Kräfte aber nicht durch einfaches Metall stoppen. Hephaistos schmiedete die Büchse im Feuer des Olymps, eine Macht, größer als die Götter und selbst für diese bei Berührung tödlich. Während der Schmiedegott an der Büchse arbeitete und ihm die Gefahr des Feuers bewusst wurde, kam er sehr schnell zu dem Schluss, dass das Feuer selbst der sicherste Ort wäre, um die Büchse  anschließend zu verwahren, da niemand in der Lage wäre, es zu berühren. Das Feuer sollte also als Schloss für die Büchse dienen, was noch fehlte, war ein Schlüssel, um das Feuer zu löschen und die Büchse wieder zugänglich zu machen, sollte dies aus welchem Grund auch immer für die Götter nötig sein. Aus dem Herzen des Feuers schmiedete Hephaistos die Gestalt eines jungen Mädchens, das durch die Macht des Feuers lebendig wurde: Pandora.

Zeus verbannt die Übel in die Büchse

 Hephaistos entwickelte starke Gefühle für Pandora und betrachtete sie als seine Tochter, die es nun zu beschützen galt. Als Zeus kam, um die Büchse in seinen Besitz zu nehmen, verbarg der Schmiedegott Pandora, da er wusste, dass Zeus sie ihm wegnehmen würde; war sie doch der Schlüssel, mit dem Zugang zur Büchse möglich wurde. Stattdessen riet Hephaistos Zeus, er solle die Büchse in einem Tempel verbergen, der auf dem Rücken des Kronos erbaut werden sollte - denn wer wäre schon in der Lage, einen Titanen zu besiegen? Zeus folgte dem Rat Hephaistos' und beauftragte den Sterblichen Pathos Verdes III damit, den Tempel der Pandora zu bauen, in welchem die Büchse sicher verwahrt werden sollte.

God of War I

Eine Ära des Friedens brach an, in der die Menschheit frei von allem Übel und in Wohlstand lebte. Bis zu jenem Moment, da sich der Kriegsgott Ares gegen den Olymp stellte und die Stadt Athen verwüstete. Zeus hatte den Göttern verboten, sich gegenseitig zu bekriegen, sodass keiner der Olympier Ares stoppte. Stattdessen befahlen sie ihrem Diener Kratos, den Kriegsgott zu beseitigen. Doch wie sollte ein Sterblicher einen Gott schlagen können?

Die Antwort lag in der Büchse der Pandora. Ein sehr gewagtes Unterfangen. Nicht nur war die Büchse, durch viele Fallen geschützt, im Tempel auf Kronos' Rücken verborgen, auch stellte sich die Frage, was geschehen würde, wenn sie geöffnet wird. Anscheinend gingen die Götter das Risiko jedoch ein, die bösen Kräfte freizulassen, um so Ares loszuwerden.

Kratos gelang es tatsächlich, die Büchse in seinen Besitz zu bringen und öffnete sie, um ihre Macht zu erhalten. Mit dieser schaffte er es, Ares zu töten und wurde so selbst zum Gott des Krieges ernannt und auf den Olymp gerufen. Zeus konfrontierte Hephaistos mit dessen Aussage, dass die Büchse auf Kronos' Rücken unantastbar sei und mit der offensichtlichen Nichtigkeit jener Aussage. Er folterte den Schmiedegott, bis dieser die Wahrheit über Pandora preisgab. Zeus nahm Pandora an sich und verbannte Hephaistos in eine Schmiede in der Unterwelt.

Kratos öffnet die Büchse der Pandora

God of War III

Erst hier wird klar, welche Folgen das Öffnen der Büchse wirklich hatte. Ursprünglich hatte die Göttin Athene noch etwas anderes in Büchse gelegt, als Ausgleich für die dunklen Kräfte: die Macht der Hoffnung. Als Kratos die Büchse öffnete, glaubten die Götter, die Übel aus der Büchse hätten ihn infiziert und ihm so die Macht gegeben, Ares zu töten. So gab sie Kratos den Auftrag, die Büchse erneut zu suchen und zu öffnen, um so dieses Mal die Hoffnung freizulegen und mit ihr Zeus zu töten.

Kratos machte sich auf den Weg zum Feuer des Olymps, in dem die Büchse inzwischen -wie ursprünglich beabsichtigt- aufbewahrt wurde. Von Athene erfuhr er, dass er jedoch nur mit Hilfe von Pandora in der Lage wäre, die tödlichen Flammen zu löschen und so an die Büchse zu gelangen. Schließlich gelang Kratos zum Labyrinth, welches Zeus vom Sterblichen Dädalus erbauen gelassen hatte, um in ihm Pandora zu verbergen. Kratos konnte Pandora befreien und mit ihr schließlich das Feuer des Olymps zerstören, sodass die Büchse schließlich zugänglich wurde.

Als er sie jedoch öffnete, stellte er voller Entsetzen fest, dass sie vollkommen leer war. Dennoch stellte er sich Zeus entgegen und tötete ihn scheinbar. Doch Zeus griff erneut an und lies Kratos seine inneren Qualen erneut durchleben, um so seinen Geist zu brechen. Doch tief in ihm fand Kratos schließlich die Macht der Hoffnung und mit ihr gelang es ihm, Zeus endgültig zu vernichten.

Die Wahrheit

Doch wieso kam es nun zu diesen Ereignissen? Der Grund dafür ist, dass sich die Götter von Anfang an irrten, das was Kratos aus der Büchse der Pandora erhalten hatte, war die Hoffnung gewesen, die Athene hineingelegt hatte. Mit ihr gelang es ihm, Ares zu töten. Als die Götter sich jedoch weigerten, ihn von seinen Albträumen zu befreien, wurde die Macht der Hoffnung durch Schuldgefühle und unglaublichen Zorn überdeckt, sodass Kratos nicht mehr auf diese Macht zurückgreifen konnte.

Im Kampf gegen Zeus gelang Kratos in seine Psyche und dort half ihm der Geist Pandoras, seine Vergangenheit zu vergessen und ihm endlich zu verzeihen. So war die Hoffnung freigelegt und mit ihr konnte auch Zeus vernichtet werden. Athene forderte nun von Kratos, dass er ihr die Macht zurückgab, damit sie damit die chaotische Welt neu erbauen konnte. Doch Kratos wollte das Schicksal der Menschen nicht erneut in die Hände einer Gottheit legen. Er tötete sich selber, wodurch er die Hoffnung freisetzte und so auf der ganzen Welt verteilte. Die Menschheit sollte selbst entscheiden, was sie damit tun wollen -Athene erwiderte, dass Menschen diese Verantwortung niemals übernehmen könnten.

Damit wäre geklärt, was aus der Hoffnung wurde. Doch was war nun mit den Übeln aus der Büchse? Diese schwärmten zu den Göttern aus und infizierten diese. Die Götter waren nun verändert und von ihren negativen Seiten eingenommen. Hier die Übersicht, welches Übel welchen Gott infizierte::

Gott

Übel

Kennzeichen

 Zeus

Furcht  

Verschiedene  Charaktere (Athene, Hera, Kronos ...),erwähnen, dass Zeus von Angst zerfressen wird.
Hades Hass Hades macht deutlich, wie sehr er Kratos für das hasst, was er ihm durch die Tode von Athene, Poseidon und vorallem Persephone angetan hat.
Poseidon Argwohn Poseidon misstraute seinem Bruder Zeus und stellte seine Entscheidungen in Frage, wie aus den Briefen in seiner Kammer hervorgeht.
Helios Feigheit Helios ist der einzige Gott, der Kratos davon abhalten will, sein Leben zu verschonen. Zuerst durch Flehen, dann durch Austricksen.
Hermes Stolz Hermes erwähnt immer wieder, dass Kratos ihm in Sachen Geschwindigkeit nicht gewachsen ist. Im Roman behauptet er außerdem, er sei der bestaussehendste der Götter.
Hera Völlerei Hera ist während der gesamten Handlung betrunken.
Herkules Neid Herkules denkt, er wäre von Zeus benachteiligt (bzw Kratos bevorzugt) worden
Hephaistos Leid Hephaistos lebt seit dem Öffnen der Büchse in physischen (Zeus' Bestrafung) und psychischen (der Verlust Pandoras) Qualen.
Aphrodite Wollust Aphrodite zeigt große Sexlust während ihres "Gesprächs" mit Kratos.
Athene Gier Athene will die Macht, die sie einst in die Büchse legte, um so die Menschheit vor den Übeln zu retten, wieder für sich und als einzige Gottheit herrschen.

 Nachdem Kratos die einzelnen Götter tötete, traten Katastrophen auf, abhängig davon welche Stellung sie in der Weltordnung inne hatten. Sogesehen haben die Übel die Welt doch noch zerstört, indem sie die Götter verunreinigten und schließlich als Katastrophen ausbrachen. 

Gott

Stellung

Katastrophe

 Poseidon

Gott der Meere

Die Meere geraten außer Kontrolle und eine riesige Fluwelle setzt das gesamte Land unter Wasser.
Hades Gott der Unterwelt Die Seelen der Toten wandern ziellos umher und Harpyien schwärmen aus der Unterwelt.
Helios Sonnengott Die Sonne zieht sich zurück, ewiger Regen beginnt und Blitze und Stürme brechen herein.
Hermes Gott der Gesundheit* Ein Schwarm von Fliegen bricht aus, der die Menschen mit einer Seuche infiziert.
Herkules - Herkules' Tod zog keine Konsequenzen nach sich, allerdings war er auch kein Gott.
Hera Göttin der Vegetation* Alle Pflanzen sterben ab.
Aphrodite Göttin der Liebe Da Aphrodite nicht getötet wurde, gab es auch keine Katastrophe.
Hephaistos Gott es Feuers Nach Hephaistos' Tod findet interessanter Weise keine Katastrophe statt, obwohl dieser eigentlich die Eruptionen von Vulkanen zur Folge hätte. Vermutet wird, dass durch Poseidons Tod ohnehin das gesamte Land geflutet war und die Vulkane so keinen Schaden anrichteten.
Athene Göttin der Weisheit Athene scheint nach ihren Tod als einzige der Gottheiten, aufgrund ihres Opfers für Zeus, weiterzuleben. So scheint ihr "Tod" im zweiten Teil keine Konsequenzen gehabt zu haben.
Zeus Götterkönig Die Welt versinkt im kompletten Chaos.

 *mythologisch haben Hermes und Hera andere Stellungen. Im Spiel bekamen sie jedoch diese Rollen zugeteilt.

Kratos im von ihm verursachten Chaos

 

 
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